Tommy Hilfiger hat sich spektakulär auf die New York Fashion Week zurückgemeldet. Am ersten offiziellen Tag der Frühjahr/Sommer-2027-Shows übernahm der Designer das Plaza Hotel in Manhattan und zeigte eine jugendliche Mischung aus oversized Polos, karierten Bucket Hats und dem Markenzeichen „Prep Made Current“. Es war die Rückkehr nach einer Pause – und zugleich ein Statement an Gen Z.
Hilfiger, 75, betonte vor der Show, die Klassiker neu zu denken, ohne den Markenkern zu verlieren: „Here we are with a new look — but still Tommy Hilfiger.“ Die Looks kombinierten knalliges Rot und Navy mit karierten Mustern; die Lobby des Plaza war mit Sitzgruppen und Live-Musik in Szene gesetzt, darunter Violinen-Versionen von Hip-Hop-Hits und ein Auftritt von Singer Slayyyter. In der Front Row saßen unter anderem Kate Moss sowie weitere Prominenz aus Musik und Sport.
Für die Modebranche ist der Auftritt mehr als Nostalgie. Hilfiger positioniert Prep bewusst als zeitgenössische Alltagssprache: großzügige Silhouetten, sportliche Accessoires und eine Farbpalette, die Instagram ebenso bedient wie den klassischen Flagship-Store. Die Botschaft lautet: Amerikanische Tradition muss nicht steif wirken, wenn Schnitt und Proportionen mitgehen.
Die New York Fashion Week läuft noch bis zum 15. September mit rund 70 Shows. Hilfigers Präsentation folgte auf Ralph Lauren, Coach und Diane von Furstenberg und setzt den Ton für eine Saison, in der Prep-Ästhetik wieder sichtbar im Fokus steht – diesmal frischer, größer geschnitten und bewusst jung positioniert. Parallel sorgten andere Häuser mit kräftigen Farben und opulenten Stoffen für Kontrast; Hilfiger bleibt beim klaren, wiedererkennbaren Code.
Ob das Revival kommerziell trägt, entscheidet der Handel in den kommenden Monaten. Auf dem Laufsteg jedenfalls war die Richtung eindeutig: Prep ist zurück – und will nicht nostalgisch wirken, sondern aktuell.
