Die Revanche ist ausgeblieben: Die deutsche Nationalmannschaft ist am Sonntagabend in der Nations League über ein 0:0 in Griechenland nicht hinausgekommen. Im Toumba-Stadion von Thessaloniki war das Team von Bundestrainer Jürgen Klopp vor allem in der ersten Halbzeit klar überlegen, verpasste aber die Belohnung – auch weil der Videobeweis einen Treffer zurücknahm.
Klopp hatte seine Startelf im Vergleich zum 2:0 gegen Serbien auf drei Positionen verändert: David Raum, Lennart Karl und Jonathan Burkardt rückten in die Anfangsformation. Gleich zu Beginn musste Torhüter Jonas Urbig mit einem starken Reflex gegen Georgios Masouras retten. Danach übernahm Deutschland das Kommando. Die vermeintliche Führung durch Burkardt, der nach Vorarbeit von Derry Scherhant einschob, wurde nach VAR-Prüfung aberkannt, weil Tom Bischof den Ball zuvor unabsichtlich mit dem Arm gespielt hatte. Zur Pause stand es 13:1 bei den Torschüssen – auf der Anzeigetafel aber 0:0.
Dabei hatte das Team noch eine Rechnung offen: Erst eine Woche zuvor hatte Deutschland das Hinspiel gegen die Griechen in Augsburg mit 0:1 verloren. Die schnelle Gelegenheit zur Wiedergutmachung wollte Klopp unbedingt nutzen, entsprechend engagiert tigerte der Bundestrainer an der Seitenlinie entlang. Seine junge, noch wenig eingespielte Mannschaft mühte sich nach Kräften, fand gegen den kompakten griechischen Abwehrblock aber zu selten die zündende Idee.
Auch nach dem Wechsel fehlte die letzte Konsequenz. Kapitän Florian Wirtz und Scherhant vergaben gute Gelegenheiten, die eingewechselten Nick Woltemade und Said El Mala brachten nicht die erhoffte Wende. Die griechische Defensive um Torhüter Kostas Tzolakis hielt stand.
Für Klopp ist die Bilanz nach vier Spielen mit fünf Punkten ernüchternd. In Gruppe 2 liegt Deutschland auf Rang drei hinter Griechenland und den Niederlanden, der Gruppensieg ist aus eigener Kraft nicht mehr möglich. Weiter geht es am 13. November in Serbien und drei Tage später gegen die Niederlande.
