Der SC Freiburg startet heute Abend in die Ligaphase der UEFA Conference League – und das als ungeschlagener Tabellenführer der Bundesliga. Um 21:00 Uhr empfängt der Sport-Club den tschechischen FK Jablonec; RTL+ und Sky Sport übertragen die Partie. Mit 13 Punkten aus fünf Liga-Spielen geht Freiburg als klarer Favorit in den europäischen Auftakt, doch Angreifer Igor Matanović warnt vor Unterschätzung: Der Sechste der tschechischen Liga könne unbequem werden.
Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein betont die besondere Bedeutung des Heimstarts. In der Ligaphase stehen nur sechs Spiele an – jeder Punkt zählt früh. Trainer Julian Schuster hält angesichts von acht Partien in 25 Tagen bis zur Länderspielpause Rotation für möglich. In der Vorsaison hatte Freiburg das Europa-League-Finale gegen Aston Villa verloren; nun soll der neue Wettbewerb der Einstieg in eine erfolgreiche Europasaison werden.
Parallel laufen deutsche Interessen in der Europa League: Bayer Leverkusen gastiert um 18:45 Uhr bei Lech Posen, Hoffenheim empfängt um 21:00 Uhr Beşiktaş mit Nationaltorhüter Alexander Nübel. Für Freiburg geht es zuerst um den eigenen Auftakt – vor heimischem Publikum, mit Tabellenführer-Selbstbewusstsein und dem klaren Auftrag, den Conference-League-Start nicht zu verschenken.
Für die Breisgauer ist der Wettbewerb Neuland und Chance zugleich. Nach dem Finaleinzug in der Europa League der Vorsaison fehlt das große europäische Highlight noch; ein souveräner Ligaphasen-Start gegen Jablonec wäre der richtige Auftakt. Die Gäste aus Tschechien gelten als organisierter Gegner, der kontern kann – genau das Szenario, in dem Favoriten unnötige Gegentore kassieren. Freiburg muss Tempo und Ballbesitz in klare Chancen übersetzen, ohne die defensive Stabilität der starken Liga-Serie zu verlieren.
Das Stadionpublikum dürfte dem Team Rückenwind geben. Wer früh trifft, kann rotieren; wer hinterherläuft, riskiert die enge Terminfolge noch schwerer zu machen. So oder so markiert der Abend den Beginn einer neuen europäischen Debüt-Episode für den Tabellenführer – und einen ersten Maßstab, ob Freiburgs Form auch unter europäischem Druck hält.
